August 6, 2026
2712 Westbahn Hub Karlsruhe
2712 Westbahn Hub Karlsruhe
Standort:
Karlsruhe, Schweiz
Projektphasen:
Wettbewerb 2024
Projektzeitraum:
2024 –
Bauherr/Auftraggeber:
Stadt Karlsruhe / Fächer
Landschaftsarchitektur:
Studio Vulkan
Architektur:
pool Architektur
Fotografie:
Studio Vulkan
Droneaufnahme:
pool Architektur
Details:
Im Westen viel Neues – die Fächerstadt im Freiraum weiterbauen
Der Westen Karlsruhes ist heute mit dem Anschluss an den Rheinhafen industriell geprägt. Er bildet den Übergang zwischen der zentralen Fächerstadt und dem Landschaftsraums um den Rhein. Der Westen Karlsruhes ist ein Ort der Transformation – zukünftig ist er attraktiv für neues Gewerbe aber auch für die bestehenden und neuen Wohnnutzungen.
Der Westbahnhof mit seinen umliegenden Parzellen bildet eine wichtige Schnittstelle – durch eine neue Fahrradroute schliesst er an das städtische Netz an. Er ist Ankunftsort in das Quartier – dazu als Teil einer übergreifend vernetzenden Parkfigur welche die Fächerstadt an den Rhein anschliesst. Der heute eher unwirkliche von Infrastruktur geprägte Ort hat so einen neuen Stellenwert für das Quartier lokal und die Stadt Karlsruhe übergreifend.
Aus dem Schlaf erwecken – schrittweise Wiederentdeckung eines Ortes
Mit der Schliessung der Tabakfabrik ging nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber im Quartier verloren, die grossen Hallen- und Produktionsräume liegen seitdem in weiten Teilen brach. Kurz-, mittel- und langfristig ist das Ziel hier neue innovative Gewerbenutzungen zu integrieren, mit dem KIT hat sich bereits ein erster spannender Nutzer angesiedelt.
Mit einem übergreifenden Freiraumkonzept für das historische Areal wird der Rahmen für die Entwicklung gesetzt. Es bestimmt einerseits den Charakter der Tabakfabrik heute und morgen, ermöglicht gleichzeitig in der Erschliessung die erforderliche Flexibilität.
Den Auftakt zur Tabakfabrik bildet der zukünftige Parkraum zum Bahnhof bzw. der Grünwinkler Brücke. Die historische Direktorenvilla wird zum Pförtnerhaus, das ehemalige Industriegleis leitet die Besucher*Innen zum offenen grünen Foyer der Fabrik.
Das Erwecken der Tabakfabrik aus dem Dornröschenschlaf geht nicht von heute auf morgen. Über eine Vielzahl kleiner Entwicklungsschritte werden Elemente der Gesamtplanung umgesetzt – das Areal so langsam zu einem neuen Leben erweckt. Im Sommer 2026 erfolgte der erste Schritt – das grüne Foyer – der sogenannte Rotag-Garten – wurde als Gemeinschaftsraum im Karlsruher Westen aktiviert. Karlsruhe hat so diesen Ort wieder entdeckt – weitere spannende Schritte folgen.
In Place Entwicklung & Diskurs – Entwicklungsprozess vor Ort mit allen Beteiligten
Das Freiraumkonzept sowie die Definition der einzelnen Massnahmen erfolgte nicht im geschlossenen Raum. Im Rahmen von mehreren Arbeitsaufenthalten und Workshops vor Ort mit allen Beteiligten wurde das Projekt gemeinsam entwickelt und diskutiert. So entstand nicht nur ein Projekt, welches sehr präzise auf die Qualitäten des Bestandes reagiert, gleichzeitig im Team eine besondere Bindung zum Ort sowie den involvierten Personen.